Nach dem Brand eines Wohnhauses in Radevormwald-Herbeck und dem Fund von fünf Leichen am späten Freitagnachmittag ist eine Kölner Mordkommission im Einsatz. Der Erkennungsdienst hat die Arbeit aufgenommen. Der Ereignisort ist weiträumig abgesperrt. Zu den Hintergründen des Geschehens an der Elberfelder Straße erteilen Staatsanwaltschaft und Polizei wegen der aktuell laufenden Ermittlungen keine Auskünfte. Die Feuerwehr hatte um kurz nach 17 Uhr den Brand gemeldet.

Die Feuerwehr sei am Abend nach einem etwa zweistündigen Löscheinsatz wieder abgerückt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Brandort sei der Polizei übergeben worden. Um 17 Uhr sei ein Notruf eingegangen, dass ein Wohnhaus brenne. Bei den Löscharbeiten seien die Einsatzkräfte dann auf die fünf Leichen gestoßen. Um etwa 19.30 Uhr sei die Feuerwehr wieder abgezogen. Es sei «nichts mehr zu machen gewesen».

Fensterscheiben an dem Haus seien zerborsten, sagte ein Fotograf vor Ort der dpa. Starke Spuren von Feuer seien aber nicht an dem Haus zu erkennen. Das weiße, langgestreckte Wohnhaus mit einem Erdgeschoss und einem teilweise ausgebauten Dachgeschoss liegt an der Elberfelder Straße, der Hauptverkehrsstraße am Rande von Radevormwald im Ortsteil Herbeck. Der Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt.

Wie lange die Spurensicherung dauern werde, sei unklar, sagte der Polizeisprecher um 21 Uhr. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Samstag mehr Informationen über die Hintergründe des Brandes geben.

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