Vor einer Woche hatte ihr Ehemann sie, ihre beiden kleinen Kinder, ihre Schwiegermutter und anschließend sich selbst ermordet. Vermutlich weil die Ehe am Ende war. Die Tat hat unter anderem auch deshalb große Betroffenheit ausgelöst, weil die Familie im gesellschaftlichen Leben integriert war. Die Kinder waren in Rade in der Kita, die Mutter hat am Berufskolleg in Wermelskirchen Sport unterrichtet und sie war in einem Hundesportverein aktiv. 

Um den Menschen in Radevormwald einen Platz zum Trauern anbieten zu können, wird am Wochenende auch stundenweise die Kirche am Markt in Radevormwald geöffnet. Am vergangenen Sonntag hatte sie spontan geöffnet und das sei gut angenommen worden, sagt Pfarrer Dieter Jeschke. Es sei wichtig für die Menschen gewesen.

Seelsorger und Psychologen bieten in Radevormwald und Wermelskirchen Unterstützung bei der Aufarbeitung der Tragödie an. Informationen gibt es bei den Kirchengemeinden und bei der entsprechenden Stadtverwaltung.

Die offizielle Trauerfeier und die Beerdigung sind noch in Planung, sie sollen so gestaltet werden, dass möglichst viele Menschen coronakonform daran teilnehmen können.

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