Jeden Tag ein anderes Bundesland: Warnstreiks im Nahverkehr

Berlin (dpa) – Im Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) haben Beschäftigte in Hessen am Dienstag mit Warnstreiks Busse und Bahnen teilweise lahm gelegt.

Rund 2800 Beschäftigte machten damit in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel Druck für die Tarifverhandlungen, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Frankfurt sagte.

Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten der 130 ÖPNV-Unternehmen durchsetzen. Dabei geht es um bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie der Nachwuchsförderung sowie einem Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen dies nach Gewerkschaftsangaben ab.

Am Mittwoch sind in Bremen und Niedersachsen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi 6000 Beschäftigte der Nahverkehrsbetriebe in Hannover, Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen und Goslar zum Warnstreik aufgerufen. Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sollten am Donnerstag betroffen sein.

Für Freitag erweiterte Verdi den Warnstreik-Aufruf auf Berlin und Brandenburg, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. Klar war bereits, dass dann auch in Bayern Warnstreiks anstehen. Damit sind in dieser Woche acht Bundesländer betroffen.

Tarife im Nahverkehr werden derzeit in den 16 Bundesländern einzeln ausgehandelt. Weil sich deshalb die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Regionen aus Sicht der Gewerkschaft zu weit auseinander entwickelt haben, sollen die regionalen Regelungen um eine bundesweite ergänzt werden. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte das am Dienstag erneut abgelehnt.

«Die Warnstreiks sind nicht nur eine Zumutung für die Bevölkerung, sondern auch für die krisengeplagten Nahverkehrsunternehmen, die enorme Einnahmeverluste im Zuge der Corona-Krise zu verkraften haben», teilte die VKA mit. Die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende Christine Behle entgegnete: «Wir informieren frühzeitig über die Warnstreiks, damit sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation einstellen und Alternativen organisieren könnten.»

© dpa-infocom, dpa:201006-99-849432/3

Alle Busse stehen still, wenn Dein starker Arm es will: Tag für Tag nimmt sich Verdi im Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs andere Bundesländer vor. Für Freitag wurde die Liste erneut erweitert. Read More Feedzy

Berlin (dpa) – Im Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) haben Beschäftigte in Hessen am Dienstag mit Warnstreiks Busse und Bahnen teilweise lahm gelegt.

Rund 2800 Beschäftigte machten damit in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel Druck für die Tarifverhandlungen, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Frankfurt sagte.

Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten der 130 ÖPNV-Unternehmen durchsetzen. Dabei geht es um bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie der Nachwuchsförderung sowie einem Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. Die kommunalen Arbeitgeber lehnen dies nach Gewerkschaftsangaben ab.

Am Mittwoch sind in Bremen und Niedersachsen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi 6000 Beschäftigte der Nahverkehrsbetriebe in Hannover, Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen und Goslar zum Warnstreik aufgerufen. Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sollten am Donnerstag betroffen sein.

Für Freitag erweiterte Verdi den Warnstreik-Aufruf auf Berlin und Brandenburg, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. Klar war bereits, dass dann auch in Bayern Warnstreiks anstehen. Damit sind in dieser Woche acht Bundesländer betroffen.

Tarife im Nahverkehr werden derzeit in den 16 Bundesländern einzeln ausgehandelt. Weil sich deshalb die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Regionen aus Sicht der Gewerkschaft zu weit auseinander entwickelt haben, sollen die regionalen Regelungen um eine bundesweite ergänzt werden. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte das am Dienstag erneut abgelehnt.

«Die Warnstreiks sind nicht nur eine Zumutung für die Bevölkerung, sondern auch für die krisengeplagten Nahverkehrsunternehmen, die enorme Einnahmeverluste im Zuge der Corona-Krise zu verkraften haben», teilte die VKA mit. Die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende Christine Behle entgegnete: «Wir informieren frühzeitig über die Warnstreiks, damit sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Situation einstellen und Alternativen organisieren könnten.»

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