Kommt der Teil-Lockdown?

Bundesweit sollen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden. Das geht aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten heute hervor.

Nicht das gesamte öffentliche Leben wird heruntergefahren. Schulen und Kitas sollen demnach offen bleiben, wenn es das lokale Infektionsgeschehen zulässt. Auch Geschäfte sollen unter Auflagen öffnen dürfen. Wen es hart trifft würde: Das Gastgewerbe und die gebeutelte Veranstaltungsbranche. Nach den derzeit vorliegenden Informationen auf dem Entwurf sollen Restaurants, Kneipen, Cafés und Co. dicht machen. Das stößt auf Unverständnis bei Bergischen Gastwirten. Der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) fordert Zahlen über tatsächliche Infektionen im Gastgewerbe. Thorsten Hellwig, Sprecher der DEHOGA Nordrhein:

Keiner kann wirklich mit Zahlen belegen, dass das was bringt. Und wir verschließen uns überhaupt nicht der Aufgabe, zusammen dieses Infektionsgeschehen in den Griff zu kriegen. Aber wir haben relativ wenig in den Griff zu bekommen [in der Gastronomie]. Da muss die Politik erkennen, dass im Gastgewerbe keine großartigen Infektionen zu erwarten sind. Wir sind Teil der Lösung!

Für die Gastwirte wäre ein Teil-Lockdown ein harter Schlag. Zumal sie in den vergangenen Monaten einiges in den Infektionsschutz investiert haben. So wie Tina Grau vom Restaurant “Outback” in Lindlar.

Man hat jetzt so viel gemacht. Man hat versucht, die Gäste zu schützen und für Sicherheit zu sorgen, auch für seine Mitarbeiter. Wir haben Gewächshäuser gekauft um es den Gästen [draußen] gemütlich zu machen, ein großes Zelt mit Wärmestrahlern haben wir besorgt, damit die Gäste eben auch ein Gefühl von Sicherheit haben.

Tina hält den möglichen halben Lockdown für den falschen Weg.

Man hat uns erst aufgefordert, viel Geld zu investieren, um das alles umzusetzen. Dann hat man das gemacht und trotzdem wird das dann alles wieder eingeschränkt. Da hätte man lieber gesagt, die privaten Feiern dürfen nicht stattfinden. Sondern lieber in einem regelkonformen Raum, wo der Gastwirt darauf achtet.

Auch wenn es die Branche hart trifft, hält Adam Jarek vom Hansecafé Wipperfürth einen Lockdown jetzt für richtig – aber keinen “Lockdown light”.

Es ist definitiv richtig, einen Lockdown zu machen, jetzt wo die Zahlen so hochraschen. Aber dann halt für alle. Radikal. Und nicht so Wischi-Waschi; ‘Wir machen das zu, wir lassen das andere offen’.

Adam hält einen harten, aber kürzeren Lockdown für den besseren Weg, auch aus finanzieller Sicht für die Branche.

Die Videoschalte zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten startet um 13 Uhr. Der Einzelhandelsverband und die IHK in der Region erhoffen sich außerdem bundesweit einheitliche Regelungen von dem Gespräch – die hatte es bisher nicht gegeben.

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