Nawalny meldet sich vom Berliner Krankenbett

Berlin (dpa) – Der Kremlkritiker Alexej Nawalny hat sich knapp vier Wochen nach seiner Vergiftung zum ersten Mal vom Krankenbett in Berlin aus zu Wort gemeldet.

«Hallo, das ist Nawalny. Ich habe euch vermisst», hieß es am Dienstag in einer Mitteilung auf Instagram, die in seinem Namen veröffentlicht wurde. «Ich kann noch immer fast nichts machen, aber ich habe gestern den ganzen Tag selbstständig geatmet.» Auf einem Foto war zu sehen, wie der 44-Jährige sichtlich geschwächt auf seinem Krankenbett sitzt und von seiner Frau Julia umarmt wird. Auch seine beiden Kinder waren dabei.

Seiner Sprecherin zufolge will Nawalny nach einer Genesung in seine Heimat Russland zurückkehren. «Es wurden noch nie andere Möglichkeiten in Betracht gezogen», betonte Kira Jarmysch am Dienstag auf Twitter. Es sei seltsam, wenn jemand etwas anderes annehmen würde.

Zuvor hatte die «New York Times» berichtet, dass Nawalny seine Rückkehrpläne den deutschen Behörden mitgeteilt habe. Ein FDP-Politiker hatte Anfang des Monats dafür plädiert, dem russischen Oppositionellen Asyl in Deutschland zu gewähren. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Asyl für Nawalny ins Gespräch gebracht.

Nawalny wird seit dem 22. August in der Berliner Charité behandelt. Er gilt als einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Mehrere Speziallabore haben festgestellt, dass der Oppositionelle mit einem Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Russland behauptet jedoch, in dem Fall nicht verwickelt zu sein, und fordert Beweise für eine Vergiftung.

Nawalny war wochenlang in einem künstlichen Koma. Zu Wochenbeginn teilte die Charité mit, dass sich sein Zustand verbessert habe und er sein Krankenbett zeitweise sogar verlassen könne.

© dpa-infocom, dpa:200915-99-570828/3

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny scheint es besser zu gehen. Er hat sich aus seinem Krankenzimmer in der Berliner Charité mit einer Instagram-Mitteilung gemeldet. Read More Feedzy

Berlin (dpa) – Der Kremlkritiker Alexej Nawalny hat sich knapp vier Wochen nach seiner Vergiftung zum ersten Mal vom Krankenbett in Berlin aus zu Wort gemeldet.

«Hallo, das ist Nawalny. Ich habe euch vermisst», hieß es am Dienstag in einer Mitteilung auf Instagram, die in seinem Namen veröffentlicht wurde. «Ich kann noch immer fast nichts machen, aber ich habe gestern den ganzen Tag selbstständig geatmet.» Auf einem Foto war zu sehen, wie der 44-Jährige sichtlich geschwächt auf seinem Krankenbett sitzt und von seiner Frau Julia umarmt wird. Auch seine beiden Kinder waren dabei.

Seiner Sprecherin zufolge will Nawalny nach einer Genesung in seine Heimat Russland zurückkehren. «Es wurden noch nie andere Möglichkeiten in Betracht gezogen», betonte Kira Jarmysch am Dienstag auf Twitter. Es sei seltsam, wenn jemand etwas anderes annehmen würde.

Zuvor hatte die «New York Times» berichtet, dass Nawalny seine Rückkehrpläne den deutschen Behörden mitgeteilt habe. Ein FDP-Politiker hatte Anfang des Monats dafür plädiert, dem russischen Oppositionellen Asyl in Deutschland zu gewähren. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Asyl für Nawalny ins Gespräch gebracht.

Nawalny wird seit dem 22. August in der Berliner Charité behandelt. Er gilt als einer der schärfsten Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Mehrere Speziallabore haben festgestellt, dass der Oppositionelle mit einem Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde. Russland behauptet jedoch, in dem Fall nicht verwickelt zu sein, und fordert Beweise für eine Vergiftung.

Nawalny war wochenlang in einem künstlichen Koma. Zu Wochenbeginn teilte die Charité mit, dass sich sein Zustand verbessert habe und er sein Krankenbett zeitweise sogar verlassen könne.

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