Wanderwege ziehen um

(Bild: Neue Pfosten ersetzen die abgeholzten Bäume, auf denen die Wegemarkierung angebracht war.)

Wer im Bergischen wandert, wird das Bild gut kennen: Ganze Wälder sind da verschwunden, traurige Reste liegen kreuz und quer und nur noch die Spuren der schweren Maschinen sind zu sehen. Mit den Wäldern sind oft auch die Wanderwege weg. Nicht nur die Kennzeichnung am Baum ist mit dem Baum beseitigt – oft auch der gesamte Weg. Der Naturpark Bergisches Land, der sich um die Wege kümmert, kommt da gerade nicht mehr hinterher.

Wastl Roth-Seefrid aus Waldbröl ist von Beruf „Wegemanager“. Ein Traumberuf eigentlich, denn sein Job ist, unsere Wanderwege zu hüten: Immer wieder draußen im Wald, dienstlich. Aber: Er macht den Job alleine, nur unterstützt von ehrenamtlichen Wegepaten und kommunalen Bauhöfen.

Da heißt es, Geduld haben. Schon im Normalzustand wird nicht jede fehlende Markierung, die Wanderer melden, innerhalb weniger Tage erneuert. Und jetzt noch der Supergau in unseren Wäldern: Die Rodungen nach der Borkenkäferplage.

Im besten Fall ist nur die Wegemarkierung mitsamt dem Baum verschwunden, im schlimmsten Fall der ganze Weg. Dass da nicht sofort etwas passiert, liegt nicht nur daran, dass Roth-Seefrid alleine ist. Auch daran, dass er gar nicht weiß, wo plötzlich wieder Wald fehlt.

Wir erfahren davon erst, wenn der Harvester schon im Wald ist.

Oder sogar gar nicht. Denn nicht jeder Forstbesitzer, nicht jede Forstbetriebsgemeinschaft meldet Rodungen an den Wegemanager.

Die “Bergischen Streifzüge” können deutlich unkomplizierter umverlegt werden, als der “Bergische Panoramasteig”. Dieser mehr als 200 Kilometer lange Wanderweg durchs Bergische ist zertifiziert und muss weiterhin die Kriterien für das Zertifikat erfüllen: Eine bestimmte Wegbeschaffenheit und Gastronomie zum Beispiel.

Dann müssen wir natürlich noch mit den Eigentümern, Jägern, Landwirten und Kommunen sprechen, um sie mit der Route durch ihr Gebiet einverstanden sind.

Der Bergische Panoramasteig wird in den Bereichen Lindlar-Eichholz, Engelskirchen-Rommersberg und Morsbach umverlegt. Das wird jeder begrüßen, der bei Wanderungen gerade auf Etappe 1 zuletzt vor Absperrbändern gestanden hat.

Danach – ab dem Frühjahr, werde der Panoramasteig seinem Namen noch gerechter werden, sagt der Wegemanager. Denn durch die Abholzungen habe man jetzt deutlich mehr Fernsicht.

Informationen zu geänderten Wanderwegen findet ihr hier.

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